Vorteile von Fertighäusern aus Polen

Fertighäuser besitzen im Allgemeinen gegenüber den Häusern in Massivbauweise zwei ganz entscheidende Vorteile. Der erste und für den Bauherrn wohl wichtigste Punkt ist der Kaufpreis. Mittlerweile gibt es Fertighäuser, welche unter dem Preis für das Grundstück liegen. Der zweite und fast genauso wichtige Punkt, sich für ein Fertighaus zu entscheiden, ist die Zeit. Nach der Fertigstellung der Bodenplatte bzw. des Kellergeschosses mit Bodenplatte beträgt die Bauzeit für den gesamten Rohbau in der Regel zwei bis drei Tage. Hierzu werden die bereits in der Fabrik hergestellten kompletten Seitenteile, Zwischenwände, Zwischendecken und sogar die Dachkonstruktion vorgefertigt und mit Spezialtransportern zum Bauplatz gefahren. Spezialisierte Fachkräfte stellen mithilfe eines mobilen Krans die einzelnen Teile so schnell auf, dass normalerweise am Ende des zweiten Tages der Bauherr bereits Richtfest feiern kann. Für die Fertigstellung des Daches wird anschließend noch ein Arbeitstag gerechnet, sodass bereits am vierten Tage mit dem Beginn des Innenausbaus gestartet werden kann.

 

Es gibt bereits sehr viele deutsche Unternehmen, die für die Fertighausproduktion ihr Unternehmen nach Polen verlegt haben. Der erste Grund ist die in Deutschland geltende Bauvorschrift, nach der innerhalb Deutschlands keine kompletten Bauteile gefertigt werden dürfen. Der zweite Aspekt der Firmen, sich für Polen als Herstellungsland zu entscheiden, sind die Grundstückspreise gewesen, welche um sechzig Prozent günstiger waren als in Deutschland. Der nächste Punkt sind die Herstellungskosten, denn das gesamte Material ist in Polen ebenfalls viel günstiger als bei uns. Einen ganz wichtigen Stellenwert nehmen die Personalkosten ein, welche um vierzig bis fünfzig Prozent unter denen der deutschen Arbeitskräfte liegen. Ein weiterer Aspekt zum Standort Polen ist die zentrale Lage innerhalb Europas und die damit verbundene Entfernung zu den meisten Käufern. Somit sind die Transportkosten nach Deutschland, Österreich und den wichtigsten Staaten des ehemaligen Ostblocks annähernd gleich. Als nächster Punkt für die Unternehmer ist der steuerliche Aspekt zu nennen, welcher in seiner Gesamtheit ebenfalls weit unter den Steuern in Deutschland liegt. Sowohl die Gewerbesteuer als auch die Körperschaftssteuer, die Einkommenssteuer und die Umsatzsteuer liegen selbst in der Höhe der einzelnen Steuern unterhalb des deutschen Steuergesetzes. Des Weiteren zahlt das herstellende Unternehmen zumindest für Deutschland keine externe Einfuhrsteuer, da sich ein Teil des bürokratischen Unternehmens in Deutschland befindet.

 

Der technische Aspekt kann nicht gezählt werden, da die gesamte Technik zur Fertigung der einzelnen Hauselemente aus Deutschland stammt. Für jedes einzelne Haus gibt der Hersteller insgesamt dreißig Jahre Garantie ab Schlüsselübergabe. Allein diese beiden Gesichtspunkte stehen bei den Bauherren in einem sehr hohen Kurs. Schon bei der Beratung zum Erwerb eines Fertighauses wird der Termin zum Bau des Hauses so gelegt, dass das Zusammensetzen der einzelnen Elemente in einer Zeit stattfindet, in der mit schönem oder mindestens trockenem Wetter gerechnet werden kann. Ein oder zwei Schauer machen den einzelnen Elementen absolut nichts aus, da die Teile mit einer dünnen Schicht Imprägnierung überzogen wurden. Nun muss sich der Bauherr nur noch entscheiden, welcher Art von Fertighaus er den Vorzug gibt. Bei der Fertigung der einzelnen Elemente ist in der Phase der Planung fast alles möglich. In den deutschen Ballungsgebieten Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens werden die meisten Fertighäuser in der Holztafelbauweise erstellt.

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