Vorteile eines Fertighauses

Der absolut wichtigste Aspekt, warum sich der Bauherr für ein Fertighaus entscheiden könnte, ist die Höhe des Kaufpreises. Der Preis eines Fertighauses ist gegenüber dem eines Hauses in Massivbauweise deshalb günstiger, weil der Zeitaufwand von der Fertigstellung Bodenplatte bis zur Vollendung des Rohbaus erheblich geringer ist, wodurch sich die Kosten des gesamten Hauses natürlich gewaltig reduzieren. Um noch einmal auf den Kaufpreis zurückzukommen: auch in dieser Branche gibt es wie überall sogenannte schwarze Schafe. Daher sollte der Bauherr – so verlockend die Angebote auch manchmal sind – auf einer Bezahlungsweise Zug um Zug bestehen. Dies bedeutet, dass er erst nach der Fertigstellung des Kellergeschosses inklusive Bodenplatte den ersten Teil der vereinbarten Kaufsumme überweist, dann nach Fertigstellung des Rohbaus den zweiten Teil, und erst zum Schluss, bei Schlüsselübergabe den Rest des Kaufpreises. Sollte sich der Verkäufer auf diese Art der Bezahlung nicht einlassen, sollte der Bauherr den Vertrag nicht unterschreiben und lieber nach einem anderen Verkäufer suchen, der diese Konditionen akzeptiert.

 

Der zweite und damit fast genauso wichtige Punkt ist der Faktor Zeit. Solch ein Fertighaus wird im Rohbau von Spezialisten in zwei bis drei Tagen aufgebaut. Die beiden Arbeiten, von denen sich ein Fertighaus und ein Haus in Massivbauweise nicht unterscheiden, sind die Bodenplatte bzw. die Unterkellerung inklusive Bodenplatte sowie der Innenausbau. Da die kompletten Seiten- und Zwischenwände, die Zwischendecken sowie das Dach bereits vorher in einer Fabrik vorgefertigt und anschließend zum Bauplatz transportiert werden, ist die komplette Montage der einzelnen Elemente unter Mithilfe eines mobilen Krans sehr schnell erledigt, sodass der Bauherr bereits spätestens am Abend des zweiten Tages sein improvisiertes Richtfest feiern kann. Für den weiteren Innenausbau sind anschließend wiederum andere Spezialisten bzw. der Bauherr selbst zuständig.

 

Bevor der Bauherr den Kaufvertrag für seine neue Immobilie unterschreibt, sollte er sich bereits im Vorfeld unbedingt entschieden haben, welche Art des Fertighauses er bevorzugt, denn auch hier gibt es bei der Bauweise erhebliche Unterschiede. In den meisten Fällen besteht ein Fertighaus aus dem Baustoff Holz, da dieser Rohstoff erstens nachwächst und zweitens leichter zu bearbeiten ist. So muss der Bauherr wählen zwischen einem Holzblockhaus oder Holzskeletthaus, einem Haus in Holztafelbauweise oder aus Holzrahmenbau, oder aber einem Haus in Mischbauweise. Die in den Annalen absolut älteste Bauweise ist das Holzblockhaus mit seinen Konstruktionen aus Vollholzteilen. Die einzelnen Bohlen und anderen Elemente werden auf den Zentimeter genau vorgefräst und nummeriert, damit die Fachleute beim Zusammenbau genau wissen, wo welches Bauteil gesetzt werden muss.

 

In der heutigen Zeit, wo die Energiekosten so hoch wie noch nie waren – und diese Spirale ist noch nicht am Ende angelangt –, sind ökologische Gesichtspunkte wie Wärmedämmung und Energieeinsparung fast in den Mittelpunkt der Bauweisen gekommen. So sind Solarzellen auf einem Teil des Daches zur Aufbereitung des Warmwassers mittlerweile selbstverständlich geworden. Einen besonderen Aspekt setzt man heute auf die Einsparung von Energie. Da wurden spezielle Heizanlagen entwickelt, welche mit möglichst wenig Energieverbrauch einen möglichst hohen Heizwert entwickeln. Die Fertighäuser, welche vor zehn oder zwanzig Jahren erbaut wurden, können heute nach den neuesten Erkenntnissen mit wenig Kostenaufwand nachgerüstet werden. Wer heute ein Fertighaus baut, plant diese wichtigen Punkte bereits im Vorfeld mit ein.

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